Golfschlaeger

Golfschule und Schwungtechnik

Hüft-/Schulterdrehung im Treffmoment

In vielen Lehrbüchern liest man, dass sowohl Hüfte als auch Schultern im Treffmoment parallel zur Ziellinie ausgerichtet sein sollen. Setup und Impact also deckungsgleich.
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Die Realität sieht jedoch anders aus:
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Hüfte bei Pros 32° offen
bei Amateuren 35°
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Schultern bei Pros 25° offen
bei Amateuren 24°
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Die Differenz zwischen Hüfte und Schultern ist im Treffmoment bei Pros also kleiner als bei Amateuren.
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Die genannten Werte sind Mittelwerte und können stark variieren. Tendenz ist jedoch wie folgt:
schlechtere Spieler haben die Hüfte auch parallel zur Ziellinie, gute Spieler machen dies jedoch nie. Deren Hüften sind also immer offen.
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Relevant für ein gutes Spiel ist anscheinend auch der Umstand, dass die Hüfte bis zum Treffmoment schneller als die Schultern drehen und die Schultern erst im Finish die Hüftrotation überholen.
 

Was passiert ...?

... wenn der Schaftflex viel zu weich oder viel zu hart ist?
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Ein weicher oder zu weicher Schaft eines Golfschlägers verstärkt in der Regel Schwungfehler. Er reagiert sensibler in allen Bereichen. Aus dieser Not kann man aber auch eine Tugend machen: ein weicher Schaft ist ideal zum Lernen, da Schwungfehler schnell, deutlich und schonungslos aufgezeigt werden.
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Ein zu harter Schaft fühlt sich im Schwung "tot" an, da das Tempo den Schaft nicht fordert, also ihm keine Vorspannung abringt. Demzufolge neigt der Spieler, weiter auszuholen. Den Aufschwung also zu überziehen, um so mehr Tempo und Kraft in den Schwung bringen zu können. Ein verständlicher Reflex, der allerdings alles andere als ein konstantes, präzises und souveränes Spiel ermöglicht.

Fitting und Setup

Über das korrekte Fitting haben wir an anderer Stelle schon viel geschrieben, interessant ist jedoch auch ein Punkt in Sachen Setup (Ansprechen des balls): die Rumpfneigung.
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Der Amateur neigt zu einer zu aufrechten Haltung und geht mehr in die Knie bzw. "senkt" einfach den Allerwertesten. Gut zu beobachten auf der Drivingrange.
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Der Pro hat hier eine gänzlich andere Haltung, vor allem ist der Rumpf stärker nach vorne geneigt.
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In Zahlen (Neigung des Rumpfes in Grad):
Handicaper 25 Mittelwert: 22°
Handicaper 15 Mittelwert: 28°
Handicaper 5 Mittelwert: 30°
Pro Mittelwert: 34°
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Wenn auch die Werte innerhalb einer Gruppe schwanken (z.B. bei den Pros je nach Spieler und Schläger zwischen 25° und 46°) ist die Tendenz der Mittelwerte jedoch eindeutig.
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Ein klassisches Fitting orientiert sich an der Idealhaltung (ab 30°), was auch erklärt, dass manche Anfänger einen korrekten Golfschläger anfangs als zu kurz oder im Lie als falsch empfinden. Ob nun die Golfausrüstung an die nachteilige Haltung (zu aufrecht) oder an die bewährte Haltung der guten Spieler angepasst wird, bleibt die Entscheidung des Kunden.

Richtig putten

Beim Putten gibt es drei Fehlerquellen:
Richtung der Schwungbahn
... diese muss gerade und auf der Ziellinie sein
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Ausrichtung der Schlagfläche
... diese muss square zum Ziel sein
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Tempo des Schwungs
... 1/3 ausholen, 2/3 durchschwingen gilt als Basis des Erfolgs
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Schwungbahnfehler haben relativ wenig Einfluss auf einen missglückten Putt, eine "schiefgestellte" Schlagfläche des Putters produziert dagegen sehr deutliche Abweichungen. Das Tempo ist selbstredend und sollte so dosiert sein, dass der Ball beim Verfehlen des Lochs ca. 40 cm HINTER diesem zum Stehen kommt.

Hüftdrehung beim Golfschwung

Interessante Studie: während sowohl bei normalen Spielern als auch bei Longest-Drive-Golfern die Schulterdrehung einheitlich knapp 90° beträgt, unterscheidet sich die Hüftdrehung drastisch:
Normalspieler 65°
Weitschläger 50°

In beiden Fällen wird die Lehrbuch-Vorgabe von 45° überschritten, wobei die Longdriver die Hüften stärker zurück halten.

Entscheident für einen weiten Schlag ist eine möglichst grosse Spreizung von Schulter- vs. Hüftdrehung = mehr Spannung.

Die genannten Werte sind Durchschnittswerte.

Spurensuche 1

Die Spuren, die Sie beim Schlagen am Boden hinterlassen, sind mit Abstand das beste Mittel, Ihren Schwung zu analysieren.
Viele Schwungfehler werden pauschal bestimmt und ebenso pauschal behandelt. Doch allein der weitverbreitete Slice kann unterschiedlichste Ursachen haben, die jede für sich höchst unterschiedlich beseitigt werden muss.
Zurück zu den Spuren (Divots): Richtung und Anfang sollten Sie verstärkt beachten, immer im Abgleich mit dem entsprechenden Ballflug. Eine detaillierte Anleitung kann angefordert werden (kostenlos).

Spurensuche 2

Ein mittig getroffener Schläger (square und die Schwungbahn Richtung Ziel vorausgesetzt) ist und bleibt ein Garant für ein hervorragendes Golfspiel. Kontrollieren Sie deshalb regelmäßig Ihre Trefferzonen. Entweder durch Schlagflächen-Pads (die problemlos improvisiert werden können) oder z.B. durch markierte Bälle (etwas Filzstift auf den Ball im Treffbereich ergibt einen wunderschönen Abdruck auf dem Schlägerblatt). Schnell werden Sie ein persönliches Muster feststellen, welches Sie durch gezieltes Training in die Mitte der Schlagfläche verlagern können. Schläger mit Gewichtsschrauben bringen Sie hier leider vom rechten Pfad ab: Ihr Schwungfehler bleibt und die Massenverschiebung geht zu Lasten der Schlagweite.

Spurensuche 3

Eine sehr gute Analysehilfe für den eigenen Schwung und dessen Fehler sind die Abnutzungen am Golfhandschuh (oder der Hand ... Hornhautbildung etc.) sowie am Schlägergriff. Ein bebilderter Vergleichsbogen, wo welche Abnutzung richtig oder falsch ist, kann kostenlos angefordert werden.

Erst der Ball, dann der Boden

Was eigentlich klar ist, ist für viele Spieler neu bzw. zumindest nicht bewusst: man schlägt zuerst den Ball und berührt danach den Boden (abgesehen von wenigen Sonderfällen, z.B. im Bunker). Nur so können Sie einen Backspin erzeugen und konstante Schlagweiten erzielen. Bis zum Eisen 7 geht dies noch relativ kontrolliert, spätestens bei den langen Eisen trennt sich allerdings superschnell die Spreu vom Weizen.
Entsprechend Ihren Fähigkeiten sollten Sie deshalb Nutzen vor Lehrbuch walten lassen. Also nicht gleich ein Eisen 3 als Prüfstein wählen, sondern kontrolliert mit den kürzeren Schlägern Sicherheit gewinnen.

Schlagweiten

Mittlere Schlagweiten von PGA-Tour-Spielern:
Driver 235 Meter
Holz 3 212 Meter
Eisen 3 185 Meter
Eisen 7 140 Meter
PW 100 Meter
+
zum Vergleich:
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Holz 3 eines Hcp. 0 Amateurs:
185 Meter
+
Holz 3 eines Hcp. 15 Amateurs:
165 Meter
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Holz 3 eines Hcp. 25 Amateurs:
150 Meter
+
jeweils carry (= reine Flugbahn) und ohne Golfer-Latein ;-)